Politik

"Es ist keine Invasion geplant"US-Außenminister Rubio: Wir wollen Grönland kaufen

07.01.2026, 03:49 Uhr
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US-Außenminister Rubio ist derzeit auf Besuch in Belgien. (Foto: AP)

"Wir brauchen Grönland", hat der US-Präsident kürzlich festgestellt. Während Trumps Sprecherin eine militärische Option nicht ausschließen will, schlägt Außenminister Rubio andere Töne an. Ziel Washingtons sei ein Kauf, berichten Abgeordnete aus einer internen Sitzung.

Die US-Regierung will die zu Dänemark gehörende autonome Insel Grönland Medienberichten zufolge kaufen. Außenminister Marco Rubio habe in einer vertraulichen Sitzung mit US-Abgeordneten gesagt, dass die jüngsten Drohungen keine militärische Invasion signalisieren sollten. Das Ziel sei ein Kauf, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Das berichtete auch die "New York Times" und schrieb zudem unter Berufung auf Beamte, dass Präsident Donald Trump seine Mitarbeiter um die Vorlage eines aktualisierten Plans für einen Erwerb der Insel gebeten habe. Trump hatte einen solchen Plan bereits während seiner ersten Amtszeit ins Spiel gebracht.

Die US-Regierung hatte zuletzt ihre Drohungen hinsichtlich eines Besitzanspruchs auf die Arktisinsel verstärkt. Erst am Dienstag brachte das Weiße Haus sogar die Option eines Militäreinsatzes ins Spiel. "Der Präsident und sein Team erörtern eine Reihe von Optionen, um dieses wichtige außenpolitische Ziel zu erreichen, und selbstverständlich steht dem Oberbefehlshaber der Einsatz des US-Militärs jederzeit als Option zur Verfügung", teilte Regierungssprecherin Karoline Leavitt zu Grönland mit. Trump habe "öffentlich klargestellt, dass der Erwerb Grönlands eine Priorität für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten ist und dass dies entscheidend ist, um unsere Gegner in der Arktis abzuschrecken", erklärte Leavitt weiter.

"Lassen Sie uns in 20 Tagen sprechen"

Trump hatte am Sonntag den US-Anspruch auf das zu Dänemark gehörende Grönland bekräftigt: "Wir brauchen Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit, und Dänemark wird nicht dazu in der Lage sein", sagte er an Bord des Präsidentenflugzeugs Air Force One. Er fügte hinzu: "Lassen Sie uns in 20 Tagen über Grönland sprechen."

Nach dem US-Militärangriff auf Venezuela und der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro sind die Ängste bei westlichen Partnern der USA gewachsen, dass Trump es mit seinen Drohungen mit einer Einnahme des rohstoffreichen und geostrategisch günstig gelegenen Grönland ernst meinen könnte. Am Dienstag veröffentlichten mehrere Staatenlenker - darunter Bundeskanzler Friedrich Merz - eine Erklärung, in der sie Dänemark ihre Unterstützung zusicherten.

Quelle: ntv.de, mau/dpa/AFP

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